Modellprojekt „Ausländerbehörden – Willkommensbehörden“

Ausländerbehörden sind die erste Anlaufstelle für Migranten und haben im Einwanderungsprozess eine Schlüsselfunktion. Daher startete im Oktober 2013 das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge initiierte Modellprojekt „Ausländerbehörden – Willkommensbehörden“. Mit Hilfe des für zwei Jahre angesetzten Projektes soll Deutschland langfristig zu einem attraktiven Arbeits- und Lebensstandort für Zuwanderer werden. Die Etablierung einer Willkommenskultur soll dem demografischen Wandel und dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel in Deutschland entgegenwirken.

Es wurden drei inhaltliche Kernbereiche definiert:

  • Organisation interner Prozesse und Arbeitsabläufe zur Wirkung von Service- und Kundenorientierung
  • Personalentwicklung zur Stärkung der interkulturellen Kompetenzen
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit weiteren für die Integration wichtigen Akteuren vor Ort

Ausgewählte Behörde für das Bundesland Hessen – der Wetteraukreis

Das Modellprojekt findet in zehn Bundesländern mit jeweils einer ausgewählten Ausländerbehörde statt. In Hessen nimmt der Wetteraukreis teil. Grund für die Bewerbung des Wetteraukreises an diesem Modellprojekt ist der Anspruch an eine stetige Weiterentwicklung der Angebote und Leistungen. Die Projektleitung liegt bei Herrn Holger Gajewski, Leiter Fachstelle Aufenthaltsrecht, mit dem am 11. November 2014 ein Interview geführt wurde, dessen Ergebnisse nachfolgend zusammengefasst sind.

Der Status Quo des Projektes

Im ersten Jahr des Projektes wurde eine Ist-Analyse durchgeführt, in der die organisatorischen Abläufe aufgenommen und Änderungspotenziale erarbeitet wurden. Darüber hinaus wurde definiert, was eine Willkommensbehörde ausmacht. Insgesamt hat die Behörde fünf Teilprojekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten aufgesetzt wie bspw. Außendarstellung der Behörde, Mitarbeiterschulungen, Organisationsentwicklung.

Nach dem Abstecken des theoretischen Rahmens folgen nun im zweiten Jahr die Umsetzungsplanung und die Gewichtung der Umsetzbarkeit der einzelnen Maßnahmen.   

Rückmeldungen zum Projekt

Grundsätzlich ist die bisherige Resonanz auf die Teilnahme am Projekt und die Umsetzung der ersten Maßnahmen positiv. Insbesondere in der Öffentlichkeit wachsen Aufmerksamkeit und Bewusstsein für das Thema. Beispielsweise begrüßen Migrantenorganisationen und Ausländerbeiräte die Entwicklung. Die Einwanderer/Kunden selbst nehmen nach Aussage von Herrn Gajewski sicherlich die Veränderungen kaum wahr, da üblicherweise die Inanspruchnahme der Leistungen einmalig erfolgt und somit kein Vergleich möglich ist. Dennoch plant die Ausländerbehörde eine Kundenbefragung, um ein konkretes Feedback zu erhalten.

 

Behördenangelegenheiten zur Erlangung eines Aufenthaltstitels können je nach individueller Situation sehr undurchsichtig, zeitaufwändig und komplex sein. Wenn Sie hier Unterstützung benötigen, bietet ESCAMINAL entsprechende Serviceleistungen an.

Informieren Sie sich unter der Rubrik “Relocation Services/Organisatorisch“ oder nehmen Sie direkt telefonisch oder per E-Mail Kontakt auf und lassen sich unverbindlich beraten.

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